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Bodenleger – ein Beruf mit vielen Gesichtern

Der Beruf eines Bodenlegers ist äußerst vielseitig. Wer glaubt, er kommt ins Haus, verlegt den Boden und geht wieder, irrt.

Eine Menge Vorarbeit ist nötig, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Ein Bodenleger berät die GlühlampeKunden, vermisst die entsprechenden Räume und berechnet das Material exakt, bevor er es schließlich bestellt. Nun folgt eine der intensivsten Aufgaben eines Bodenlegers. Von dieser Aufgabe hängt es ab, ob in der Praxis alles reibungslos funktioniert. Der Bodenleger erstellt Skizzen und Pläne von der Baustelle, in der später der Bodenbelag angepasst werden soll. Hier kommt es maßgeblich auf die Genauigkeit an. In jedem gut ausgebildeten Bodenleger steckt also auch ein kleiner Architekt.

Hat er alles genau skizziert, belädt er auch sein Fahrzeug selbst – es ist wichtig, dass er weiss, wo alles ist und nichts vergessen wurde. Diesbezüglich verlässt er sich nicht gern auf andere.

Beim Kunden angekommen, bereitet er den Untergrund vor. Hierzu gehört das Glätten mit Estrich ebenso, wie das vorherige Spachteln unebener Stellen. Wurden diese Aufgaben schließlich fachgerecht durchgeführt, folgt die Königsdisziplin;

– das Zuschneiden des Bodenbelages und

– das anschließende Verlegen.

Bestimmte Beläge werden nach dem Verlegen noch gepflegt und instandgesetzt. Im Regelfall setzt der Bodenleger auch noch die Sockelleisten.

Ausbildungsberuf Boden-Fliesenleger

Wer sich für diesen Beruf entscheidet, ist Berater, Verkäufer, Kundenbetreuer, Besteller, Architekt und Handwerker zugleich. Er muss also nicht nur handwerkliches Geschick mitbringen, sondern auch über Verkaufstalent verfügen. Auch das räumliche Vorstellungsvermögen und ein gutes Zahlenverständnis sind sehr wichtig. Durch diese Ausbildung können die meisten Fertigkeiten erlernt werden – eine gewisse Vorbildung ist aber vorteilhaft.

Gute Handwerker sind eben praktisch veranlagt.

Das Markenzeichen eines guten Bodenlegers:

Auch das Reinigen der Baustelle vor dem Verlassen gehört dazu!

Ohne Equipment geht es nicht – die 10 wichtigsten Werkzeuge eines Bodenlegers

  1. ZOLLSTOCK/ MAßBAND
  2. BETONREIBEKELLE
  3. HYGROMETER
  4. FLIESENHAMMER
  5. SPACHTEL
  6. SCHLEIFMASCHINE/ WINKELSCHLEIFER
  7. FLIESENSCHNEID-UND BRECHZANGE
  8. STACHELENTLÜFTUNGSROLLER
  9. BODENLEGERANDRÜCKWALZE
  10. SILIKON-KARTUSCHENPISTOLE

Wofür setzt der Bodenleger diese Werkzeuge ein?

1. ZOLLSTOCK & MAßBAND;

Beim Räume ausmessen kommt es auf Genauigkeit an. Der Zollstock und das Maßband sind dabei unverzichtbar. Diesbezüglich gibt es weitere kleine Helfer, auf die der Bodenleger nicht verzichten kann;

jede Menge Bleistifte.

2. HYGROMETER;

Bevor der Bodenleger loslegen kann, muss er die Feuchtigkeit des Bodens messen. Zu diesem Zweck entnimmt er Bodenproben und misst sie mit dem Hygrometer. Vor dem Verlegen des Bodenbelages muss alles entsprechend versiegelt sein, damit kein Schimmel entsteht

3. BETONREIBEKELLE;

zum Auftragen und Glattstreichen des Beton/ Estrich.

4. FLIESENHAMMER;

Bei Keramik-oder Marmorfliesen darf dieser Hammer nicht fehlen.

Im Vergleich zu einem gewöhnlichen Hammer ist der Fliesenhammer insgesamt zierlicher. Ausserdem hat er am Kopf auf der einen Seite eine gehärtete Spitze und auf der anderen Seite eine flache, geglättete Fläche.

Mit einem solchen Fliesenhammer schlägt der Bodenleger vorgeritzte Fliesenstücke ab und ist imstande, Löcher in verschiedenen Formen und Größen in die Fliesen zu schlagen. Dadurch kann er die Fliesen besser anpassen.

Ein Amboss als Gegenstütze ist von Vorteil, damit die Löcher auch gleichmäßig werden.

Die Spachtel

Zum Auftragen der Spachtelmasse ähnlich wie es der Malermeister macht.


Schleifmaschinen / Winkelschleifer

Mit der Schleifmaschine wird der Bodenbelag geglättet, um ihn anschließend zu versiegeln. Bei hochwertigen Parkettböden wird so verfahren.

Mit dem Winkelschleifer werden überstehende Kanten begradigt, beispielsweise bei den Leisten.

Ffliesenschneid und Brechstange

Mit diesem Multifunktionsgerät können Fliesen geschnitten werden. Bei härteren Materialien können Bodenleger die gewünschten Stücke sauber herausbrechen.

Stachelentlüftungsroller

Der Bodenbelag kann so erfolgreich entlüftet werden. Das funktioniert ähnlich wie eine Heizungsentlüftung. Die Raumtemperatur bzw. die Temperatur des Bodenbelages wird so reguliert. Das ist besonders bei einer Fußbodenheizing von Nöten.

Bodenlegerandrückwalze

Der Estrich muss fest angedrückt werden, damit die Fläche entsprechend gerade wird. Ist der Estrich erstmal getrocknet, kann nur bedingt durch eine Schleifmaschine mit entsprechendem Aufsatz korrigiert werden. Um auf Nummer sicher zu gehen, verwendet ein Bodenleger eine solche Andrückwalze.

Silikonkartuschenpistole

In Räumen, in denen viel mit fließendem Wasser hantiert wird, müssen die Bodenbeläge besonders versiegelt werden. In Küchen und Badezimmern ist das unerlässlich. Mit diesen Silikonkartuschen sind die Ränder schnell versiegelt. Sauberes Arbeiten ist mit einer solchen Vorrichtung problemlos möglich.

 

Bodenbeläge soweit das Auge reicht

Ob Parkett, Laminat, Teppichboden, PVC, Marmor-oder Keramikböden; ein Bodenleger verlegt sie alle fachgerecht und hochwertig.

Aber auch Hobby-Heimwerker können sich mit dem entsprechenden Werkzeug zuhause Laminat oder Teppichboden verlegen. Gerade in Sachen Parkett und Laminat bekommt man zu den notwendigen Materialien immer auch eine kleine Schritt für Schritt-Anleitung mitgeliefert.

Es ist also nichts dagegen einzuwenden, es einfach mal auszuprobieren.

Es muss ja nicht gleich mit dem Badezimmer begonnen werden.

Fazit:

Den Beruf des Bodenlegers sollte nicht unterschätzt werden; sie leisten sehr viel. Vom ersten Gespräch bis zum Aufräumen der „Baustelle“ übernehmen sie alle Arbeiten. Jeder, der selbst schon mal einen Teppichboden oder Laminat verlegt hat weiß, wieviel Vorarbeit nötig ist.

Böden verlegen bedeutet aber auch, kreativ zu sein; Schachbrettmuster oder das Verwenden verschiedener Materialien machen das Ergebnis einzigartig. Gerade als Laie freut man sich anschließend über ein solches Ergebnis – hat man es doch selbst erschaffen! Stellt man bei genauerem Hinsehen auch fest, dass nicht alles perfekt ist; selbermachen tut einfach gut!