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Der Schlosser und seine Werkzeuge

Bei dem Beruf des Schlossers, der auch als Metallbauer bezeichnet wird, gibt es drei Fachrichtungen. Bei jeder Fachrichtung nehmen Schlosser als Erstes Maß, fertigen Zeichnungen und Skizzen an, schneiden Bauteile zu und bringen sie durch das Pressen oder Umformen in die passende Form. DanachGlühlampe erfolgt das Verschweißen, Verschrauben, Löten und Stanzen mit dem Ösen & Nietenwerkzeug und Oberflächenbehandeln von Stahl und Metall. Schlosser fertigen die Bau- und Zubehörteile vor, die sie dann zum Endprodukt montieren. Metallbauer im Fachbereich Metallgestallung bauen Zier- und Gebrauchsgegenstände, wie etwa
Geländer und Leuchten. Sie sind zudem in der handwerklichen Schmiedekunst tätig. Im Fachbereich Nutzfahrzeugbau bauen sie Fahrzeugrahmen, Karosserien, Anhänger und Aufbauten. Diese sind für die Fahrzeugmechanik zuständig und montieren auch elektronisch, pneumatische und hydraulische Anlagen. Schlosser im Fachbereich Konstruktionstechnik bauen Stahl- und Metallkonstruktionen, wie beispielsweise Überdachungen, Tore, Treppengeländer oder Schließanlagen.

Die zehn wichtigsten Werkzeuge eines Schlossers

Die Schmiege

Eine Schmiege, die ebenso als Winkelschmiege bezeichnet wird, fertigt man oft aus Holz oder auch Metall. Sie besteht aus einer Zunge und einem geschlitzten Schenkel. Mit ihr kann man einen unbekannten Winkel von einem Werkstück auf ein anderes übertragen. Zudem sind spezielle Schmiegen erhältlich, mit denen der Winkel vorher festgelegt werden kann. Diese Schmiegen eignen sich besonders beim Einpassen der Werkstückteile in schwierige Ecken, bei der Einrichtung einer Maschine und beim Erstellen von Schwalbenschwanzverbindungen sowie Vielecken.

Die Schlagbohrmaschine

Die Schlagbohrmaschine enthält zwei verzahnte Scheiben auf der Maschinenwelle und am Gehäuse. Während des Betriebs rutschen die Verzahnungen übereinander und erzeugen neben dem Rotieren eine schlagende Bewegung. Bei der Schlagbohrmaschine wird die Drehzahl stufenlos mit dem Anschalter oder über ein Stufengetriebe geregelt. Sie wird eingesetzt, damit man mit einem speziell legierten oder hartmetallbestückten Bohrer Löcher in das Mauerwerk oder in Stein bohrt. Selbst für manche Bohrungen in Beton ist es möglich, eine Schlagbohrmaschine zu verwenden. Dazu werden jedoch besondere Betonbohrer und viel Kraft benötigt. Wenn das Schlagwerk abgeschaltet ist, kann man die Schlagbohrmaschine für sämtliche Bohrvorgänge im Haushalt verwenden.

Der Flämmer

Der mit Gas betriebene Flämmer enthält einen Anschluss zur Verbindung mit einer entsprechenden Gasflasche oder einer einschraubbaren Kartusche. Aufgrund der extremen Hitzeentwicklung fertigt man Flämmer nur aus Metall. Viele Hersteller überziehen diese Geräte zusätzlich mit einer Chromschicht, die einen Schutz vor äußeren Einflüssen gewährt. Damit man einen sicheren Halt hat, besteht der Haltegriff oft aus Gummi oder rutschfestem Kunststoff. Der Flämmer ist ideal zur Erwärmung und Schmelzung von unterschiedlichen Abdichtungsmaterialien für Fundamente, Dächer und Keller. Er ist jedoch ebenso einsetzbar zum Ausbrennen von Unkraut, das sich in Pflasterfugen befindet. Zum permanenten und durchgehenden Arbeiten auf Baustellen sollte man einen Flämmer mit einem Gasflaschenanschluss benutzen.

Schraubendreher

Bei einem Schraubendreher oder Schraubenzieher besteht die Klinge aus Metall und der Griff aus Kunststoff oder Holz. Diesen gibt es in verschiedenen Varianten, unter anderem als Kreuz- und Kreuzschraubenzieher, Sechskant und sternförmigen Torx Schraubendreher. Ein Schraubendreher enthält immer häufiger eine entsprechende Aufnahme für Bits. Zudem verfügt er über eine magnetische Spitze. Auf die Klinge steckt man die Schrauben, die aufgrund der magnetischen Anziehungskraft an ihr verbleiben. Eingesetzt wird der Schraubendreher beispielsweise beim Montieren des selbst zusammengeschraubten Computers, beim Zusammenbauen von Möbelstücken, bei der Anbringung von Aufputz-Steckdosen und beim Montieren von Lampen, so wie es auch der Elektriker macht.

Holzbock

Den hölzernen Holzbock gibt es seitlich betrachtet als T oder umgekehrt als V mit verstellbarer oder fixer Höhe. Diese nicht aus Holz gefertigten Modelle werden als Arbeitsböcke bezeichnet. Die Füße dieser Böcke sind stets durch entsprechende Querstreben miteinander verbunden. Holzböcke dienen primär als Auflage für sämtliche Werkstücke. Sie werden dann verwendet, wenn die Werkstücke wegen Anbauten, wie etwa Türschnallen auf keinen Arbeitstisch Platz finden oder überhaupt kein Tisch vorhanden ist. So sind beispielsweise beim Verlegen eines Parkettbodens lange Dielen bequem und leicht zuzuschneiden. Bei langen beziehungsweise besonders langen Werkstücken stellt man einen zweiten oder auch dritten Holzbock unter.

Schleifvlies

Ein Schleifvlies besteht aus einem Nylon-Wirrfaser-Gespinst, das ein Schleifkorn-Harzgemisch enthält. Dabei wird die Körnung in Mesh gemessen, die beim Schleifvlies die Feinheit angibt. Die Körnung 30 gilt als sehr rau, während die Körnung 240 besonders fein ist. Das Schleifvlies kann je nach Einsatzbereich ebenso aus Siliziumkarbid, Korund oder Aluminiumwolle bestehen. Es kann zum Anrauen, Schleifen, Entgraten und Glätten verwendet werden. Zudem ist es möglich, mit dem Schleifvlies Konturen und Oberflächen zu reinigen, Metall zu entrosten und Holzoberflächen zu strukturieren. Es ist für die Verwendung von Hand, jedoch ebenso für die Nutzung auf Polier- und Schleifmaschinen zu kaufen.

Schreinerwinkel

Ein Schreinerwinkel enthält zwei Schenkel. Der etwas stärker ausgeführte Schenkel, der normalerweise aus Palisanderholz gefertigt ist, dient dazu, dass man den Winkel an der entsprechenden Bezugskante anlegt. Und der andere Schenkel ist flach. Bei hochwertigeren Winkeln besteht er aus rostfreiem Stahl. Diesen bringt man oft mithilfe von Nieten an diesen dicken Schenkel in einem rechten Winkel an. Mit dem Schreinerwinkel können besonders leicht alle Winkel auf ihre Rechtwinkeligkeit hin kontrolliert werden. Damit sorgt dieses Werkzeug für rechtwinkelige und gerade Schnittkanten. Mit diesem ist das Überprüfen von Flächen, Bezugslinien, Platten und Profilen auf fachgerechter Anbringung erst möglich.

Schlosserhammer

Der Hammerkopf besteht beim Schlosserhammer aus Gummi oder Metall. Bei diesem Hammer ist der Stiel aus Metall oder Holz gefertigt. Der Schlosserhammer wird stets dann benötigt, wenn etwas mit viel Kraft in einen weiteren Werkstoff hineingeschlagen werden soll. Mit diesem Werkzeug kann ein Nagel in die Wand befördert werden oder ebenso ein Dübel, der nicht von Hand in das Bohrloch rutschen möchte. Selbst beim Verbinden verschiedener Holzstücke, wie beispielsweise Schränke, ist ein Schlosserhammer besonders nützlich.

Wasserwaage

Wasserwaagen können aus Aluminium, Plastik oder Holz gefertigt sein. Das bezieht sich auf diesen Körper, in diesem die Röhrchen einzubetten sind. Die Röhrchen bestehen oft aus Glas, das sehr bruchsicher ist. Die innen enthaltende Flüssigkeit ist häufig eingefärbt, damit die Libelle stärker zu sehen ist. Eine Wasserwaage kommt insbesondere zum Einsatz, wenn beispielsweise ein Balken waagrecht sein soll. In einem Röhrchen ist nicht nur die Flüssigkeit, sondern eine Luftblase, die als Libelle bezeichnet wird. Innerhalb der Skalierung zeigt sie an, ob zum Beispiel der bearbeitete Steinblock eben ist.

Schleifkissen

Es gibt Schleifkissen aus Plastik oder Kork. Zudem sind Kissen erhältlich, bei denen an dem entsprechenden Ende des Schleifkissens das Schleifpapier in gewisse Vorrichtungen eingeklemmt und gehalten wird. Zahlreiche Schleifkissen gibt es aus einem weichen Kunststoffkern. Diese enthalten an der Unter- und Oberseite ein Schleifvlies. Oft ist es möglich, sich zwischen unterschiedlichen Körnungen zu entscheiden. In verschiedenen Formaten gibt es 60er, 100er, 240er sowie 360er Korn. Mithilfe eines Schleifkissens ist es möglich, Tür-, Fensterrahmen und Gartenmöbel zum Aufbereiten vorzubereiten. Ein Schleifkissen ist ebenso für Profile aus Metall oder Holz geeignet, in diese Schleifmaschinen schwer hingelangen. Es besteht auch die Möglichkeit, Lackierungen an Fahrzeugen vorzubereiten, indem der Untergrund durch ein Schleifkissen angeschliffen wird.